E-Sport-Turnierkalender: die Termine des Monats
Jeden Monat eine Ausgabe: welche Turniere aufgenommen werden, wie wir Zeiten in MEZ und MESZ umrechnen und was bei Verschiebungen passiert.
E-Sport 12 Min. Lesezeit von Mira Altmann
Das Wichtigste in Kürze
- Der Turnierkalender erscheint einmal im Monat und sammelt die Termine, die für ein deutschsprachiges Publikum in diesem Monat tatsächlich zu verfolgen sind.
- Diese Seite beschreibt das Format: Auswahl, Zeitzonen, Umgang mit Verschiebungen. Die Termine selbst stehen in der jeweiligen Ausgabe in der Rubrik E-Sport.
- Alle Zeiten geben wir in deutscher Ortszeit an, also MEZ im Winter und MESZ im Sommer, und nennen dazu die Zeitzone der Originalankündigung.
- Jeder Eintrag verweist auf die Terminseite des Veranstalters und trägt ein Stand-Datum. Was wir dort nicht nachlesen können, steht nicht im Kalender.
- Teilnehmerfelder nennen wir nur, wenn der Veranstalter sie bestätigt hat — Rosters und Qualifikationen ändern sich bis kurz vor Turnierbeginn.
Wozu ein monatlicher Kalender
Turniertermine liegen verstreut: jeder Veranstalter eine eigene Seite, jede Liga ein eigener Spielplan, dazu unterschiedliche Zeitzonen. Wer mehreren Disziplinen folgt, sucht länger nach Anfangszeiten, als er zuschaut.
Der Turnierkalender bündelt das für einen Monat an einer Stelle. Monatlich, nicht wöchentlich: Turnierpläne stehen in der Regel Wochen im Voraus fest, und ein Monatsrhythmus gibt genug Vorlauf, um sich etwas freizuhalten, ohne dass die Ausgabe schon beim Erscheinen überholt ist.
Diese Seite enthält deshalb bewusst keine Termine. Sie erklärt nur, nach welchen Regeln eine Ausgabe entsteht — damit nachvollziehbar ist, warum etwas drinsteht und etwas anderes fehlt.
Welche Disziplinen und welche Turnierstufen
Aufgenommen wird, was hierzulande ein Publikum hat und öffentlich übertragen wird: die großen Team-Disziplinen der Taktik-Shooter und MOBAs, der Fußballsimulations-Wettbewerb und punktuell weitere Titel mit einem Wettbewerb von überregionaler Bedeutung.
Bei den Stufen ziehen wir eine Grenze nach unten. In den Kalender kommen:
- Internationale Spitzenturniere eines Titels — die Wettbewerbe, um die herum eine Saison gebaut ist. Wie so ein Ereignis abläuft, steht unter Wie ein Major abläuft.
- Laufender Ligabetrieb, sofern er regelmäßig übertragen wird — mit den Spieltagsfenstern statt jeder Einzelpartie. Ein Beispiel für so eine Liga beschreiben wir unter ESL Pro League.
- Regionale Wettbewerbe mit deutscher Beteiligung, weil sie für dieses Publikum näher liegen als ein gleich großes Turnier auf einem anderen Kontinent.
Nicht aufgenommen werden offene Qualifikationen ohne festen Spielplan, reine Showmatches und Wettbewerbe ohne öffentliche Übertragung. Bei allen dreien ließe sich kein verlässlicher Termin angeben, und ein unzuverlässiger Eintrag ist schlechter als eine Lücke.
MEZ, MESZ und die Zeitzonenfalle
Für einen deutschen Kalender ist die Zeitangabe der heikelste Teil. Veranstalter zeichnen ihre Termine meist in UTC oder in CET beziehungsweise CEST aus, gelegentlich in der Ortszeit des Austragungsorts. Wer das ungeprüft übernimmt, verpasst Partien um Stunden.
Wir rechnen deshalb jeden Termin in deutsche Ortszeit um und schreiben die Zeitzone dazu. Die Regel dahinter ist einfach:
| Angabe des Veranstalters | Deutsche Ortszeit im Winter (MEZ) | Deutsche Ortszeit im Sommer (MESZ) |
|---|---|---|
| UTC | plus 1 Stunde | plus 2 Stunden |
| CET | identisch | plus 1 Stunde |
| CEST | minus 1 Stunde | identisch |
Zwei Stolperstellen behandeln wir ausdrücklich. Erstens die Umstellung selbst: Fällt ein Turnier in das Wochenende, an dem Mitteleuropa oder eine andere Region umstellt, verschiebt sich die Anfangszeit für das Publikum, obwohl beim Veranstalter nichts geändert wurde. Solche Termine kennzeichnen wir. Zweitens der Datumswechsel: Eine Partie, die beim Veranstalter am Abend beginnt, kann hier in die Nacht oder auf den Folgetag fallen. Dann steht bei uns das deutsche Datum, nicht das des Ausrichters.
Woher die Daten kommen und was ein Stand-Datum bedeutet
Maßgeblich ist die Terminseite des Veranstalters oder des Rechteinhabers. Jeder Eintrag verlinkt sie. Drittanbieter-Übersichten nutzen wir zum Auffinden, nie als Beleg — sie sind selbst Zusammenfassungen und übernehmen Fehler mit.
Jede Ausgabe trägt ein sichtbares Stand-Datum. Das ist die eigentliche Aussage: Der Kalender behauptet nicht, dass die Termine stimmen, sondern dass sie zu diesem Zeitpunkt aus der verlinkten Primärquelle so hervorgingen.
Stand: 30. September 2026. Diese Seite beschreibt das Verfahren des Formats. Termine, Teilnehmerfelder und Anstoßzeiten stehen ausschließlich in den einzelnen Ausgaben und sind dort mit Datum und Quelle versehen.
Teilnehmerfelder: was wir nennen und was nicht
Ein Turniereintrag ohne Teilnehmer ist wenig wert, ein falsches Teilnehmerfeld schlimmer als keins. Daher eine Abstufung.
Genannt werden Felder, die der Veranstalter bestätigt hat, mit dem Hinweis, wie viele Plätze noch offen sind und wie sie vergeben werden. Nicht genannt werden Spielernamen einzelner Aufstellungen: Wechsel und Ersatzspieler ändern eine Aufstellung noch in der Turnierwoche, und ein Kalender ist der falsche Ort, das nachzuhalten. Wie Transferfenster und Meldefristen zusammenspielen, steht bei Roster-Wechsel und Transferfenster.
Ebenfalls nicht genannt werden Preisgelder ohne Bestätigung. Steht auf der Veranstalterseite noch kein Betrag, schreiben wir das hin, statt eine Zahl aus einer Vorsaison zu übernehmen.
Was bei Verschiebungen und Absagen passiert
Verschiebungen sind der Normalfall, nicht die Ausnahme. Unser Umgang damit ist festgelegt:
- Termin verschoben, Ausgabe noch aktuell: Wir ändern den Eintrag, markieren ihn als korrigiert und schreiben das alte Datum dazu. Wer sich den Termin notiert hat, soll sehen, dass sich etwas bewegt hat.
- Turnier abgesagt: Der Eintrag bleibt stehen und wird als abgesagt gekennzeichnet. Löschen würde bedeuten, dass jemand vergeblich sucht, ob er sich das Turnier eingebildet hat.
- Verschiebung in einen späteren Monat: Der Eintrag verschwindet aus der laufenden Ausgabe mit einem Verweis, in welche Ausgabe er gewandert ist.
- Format oder Modus geändert: Wir passen die Angabe an und verlinken die Erklärung. Was Swiss, Double Elimination und Round Robin voneinander unterscheidet, steht unter Turnierformate erklärt.
Wie ein Eintrag aussieht
Jeder Eintrag folgt derselben Reihenfolge, damit sich eine Ausgabe überfliegen lässt: Disziplin, Turniername, Zeitraum in deutscher Ortszeit, Modus, Stand des Teilnehmerfelds, Link zum Veranstalter. Dem Muster nach — die Angaben sind hier reine Platzhalter:
Disziplin, Turniername. Gruppenphase von Wochentag bis Wochentag, Beginn jeweils um HH:MM MESZ (Veranstalterangabe HH:MM UTC), Playoffs am Wochenende darauf. Modus: Gruppenphase im Schweizer System, danach K.-o.-Runde. Teilnehmerfeld laut Veranstalter vollständig bestätigt. Quelle: Terminseite des Veranstalters, Stand TT.MM.JJJJ.
Wo ein Turnier öffentlich übertragen wird, steht dabei, auf welcher Art von Kanal — die Mechanik der Übertragungen erklären wir unter E-Sport live schauen, damit die Kalendereinträge davon frei bleiben.
Wie wir mit dem Veralten umgehen
Ein Terminkalender ist das am schnellsten alternde Format, das eine Redaktion führen kann. Unsere Zusage dazu hat vier Punkte.
- Stand-Datum an jeder Ausgabe und an jedem korrigierten Eintrag. Ohne Datum ist eine Terminangabe wertlos.
- Primärquelle an jedem Eintrag. Weicht unsere Angabe von der Veranstalterseite ab, gilt die Veranstalterseite. Wir sagen das nicht aus Bescheidenheit, sondern weil nur dort Änderungen zuerst ankommen.
- Änderungen nach der Veröffentlichung werden sichtbar gemacht, nicht stillschweigend eingepflegt. Eine Korrektur, die man nicht erkennt, kostet mehr Vertrauen, als sie Genauigkeit bringt.
- Ältere Ausgaben bleiben als Archiv stehen und werden nicht nachgeführt. Sie tragen den Hinweis, dass der Monat vorbei ist.
Sollten wir den Monatsrhythmus nicht mehr halten können, stellen wir das Format erkennbar ein. Ein Kalender, der unregelmäßig erscheint, ist kein Kalender mehr.
Häufige Fragen
Wie oft erscheint der Turnierkalender?
Einmal im Monat, für den kommenden Monat. Spielpläne stehen meist Wochen im Voraus fest; ein Monatsrhythmus gibt Vorlauf, ohne dass eine Ausgabe schon beim Erscheinen überholt ist.
In welcher Zeitzone stehen die Anfangszeiten?
Immer in deutscher Ortszeit, also MEZ im Winter und MESZ im Sommer, mit Angabe der Zeitzone. Zusätzlich nennen wir die Zeitzone der Originalankündigung, damit die Umrechnung nachvollziehbar bleibt.
Warum fehlt ein Turnier im Kalender?
Meist, weil es unsere Schwelle nicht erreicht oder kein verlässlicher Spielplan vorlag. Offene Qualifikationen ohne festen Termin, Showmatches und Wettbewerbe ohne öffentliche Übertragung nehmen wir nicht auf.
Nennt ihr die Teams und Aufstellungen?
Teilnehmerfelder ja, sofern der Veranstalter sie bestätigt hat, mit Hinweis auf offene Plätze. Einzelne Spieleraufstellungen nicht — die ändern sich bis in die Turnierwoche hinein.
Was passiert, wenn ein Termin verschoben wird?
Wir ändern den Eintrag, kennzeichnen ihn als korrigiert und nennen das alte Datum. Abgesagte Turniere bleiben als abgesagt markiert stehen, statt gelöscht zu werden.
Kann ich mich auf die Zeiten verlassen?
Für die Monatsplanung ja, für den Abend selbst prüfe bitte die verlinkte Veranstalterseite. Dort kommen kurzfristige Änderungen zuerst an; unsere Ausgabe gibt den Stand zum aufgedruckten Datum wieder.
Quellen
- Wikipedia — Mitteleuropäische Zeit, MEZ als UTC+1 und MESZ als UTC+2, abgerufen am 30.09.2026
- ESL Pro Tour — Turnierkalender, Terminseite eines Veranstalters als Primärquelle, abgerufen am 30.09.2026
- Riot Games — LoL Esports, offizieller Spielplan als Primärquelle, abgerufen am 30.09.2026
- Valve — Dota 2 Esports, offizielle Turnierankündigungen als Primärquelle, abgerufen am 30.09.2026
- Wikipedia — ESL Pro League, Beispiel für einen mehrstufig aufgebauten Ligabetrieb, abgerufen am 30.09.2026
Veröffentlicht am 30. September 2026 · Zuletzt aktualisiert am 30. September 2026